Alle Beiträge von Christian Ehrat

Nachdenklich!

Mit einer (evtl. nicht repräsentativen) Umfrage unter weltweit führenden Wissenschaftern wurden die drei grössten Probleme, welche auf die Menschheit zukommen, erkoren: Klimawandel / Verlust von fruchtbarem Boden / Artensterben (inkl. Biomasseverlust)! Dies macht mich sehr nachdenklich!

Der Film “2067” (er spielt unter anderem im Jahr 2067) mag in vielen Szenen unrealistisch und unlogisch sein, doch die Hauptaussage trifft absolut zu. Denn wenn wir weiterhin mit unserem Planeten so umgehen, dann wird dieser Film zur Prophezeiung werden. Dies macht mich sehr nachdenklich!

Die Wissenschaft schreit seit Jahren, dass endlich gehandelt werden muss. Doch der luxusverwöhnte, portmonnaiegesteuerte Egoist (er nennt sich Mensch und bezeichnet sich gerne als Krone der Schöpfung) rennt ungebremst auf den Abgrund zu! Dies macht mich sehr nachdenklich!

Leider ist es nicht einmal möglich, in einem kleinen Kanton wie Schaffhausen oder einem kleinem Land wie die Schweiz, welches über die Ressourcen und technischen Möglichkeiten verfügt, einfache Schritte für die Rettung des Planeten auf demokratischem Weg durchzubringen. Dies macht mich sehr nachdenklich!

Wie sollen wir da die Hoffnung haben, dass es in Regionen mit weit grösseren Problemen gehen soll. Wie sollen wir den Menschen dort erklären, wie wichtig es ist, zu handeln, wenn nicht mal wir Privilegierte hier verstehen bzw. die Einsicht zeigen, dass endlich gehandelt werden muss. Dies macht mich sehr nachdenklich!

Es mag sein, dass ein*e Einzelne*r die Welt nicht retten kann. Doch wenn jede*r sagt, er oder sie könne eh nichts bewirken, wird sich auch nie etwas ändern. Nehmen wir mal an, alle 8 Milliarden Weltbürger*innen würden jeweils nur einen kleinen Schritt machen, eine Massnahme umsetzen, auf eine Kleinigkeit verzichten…

Oder bin ich nur ein Träumer?

Leider NEIN!

Leider hat es nicht gereicht. 47,3% der Stimmenden wollten weniger Lichtverschmutzung und haben unser Anliegen unterstützt. Den anderen 52,7% scheint es egal zu sein, wie wir mit unserer eigenen Lebensgrundlage umgehen. Eine grosse Enttäuschung! Wir können uns die vielen Nein-Stimmen nicht erklären, vor allem, da es kein Gegenkommitee bzw. keine Gegenkampagne gab.

Der DANK geht nun aber an die 47,3%! Gemeinsam hätten wir einen zwar kleinen, aber wichtigen Schritt machen können gegen das immer gravierender werdende Artensterben. Denn so, wie bis jetzt, können wir einfach nicht weiter machen!

Nachthimmel über dem Mägdeberg
Foto: Ramp-It-Up Photographie

JA zu “Mehr Raum für die Nacht”

Am 13. Juni wird über die kantonale Lichtverschmutzungsinitiative “Mehr Raum für die Nacht” abgestimmt. Ein ganz wichtiges Anliegen in Bezug auf das nächtliche Ökosystem und somit auch für die gefährdeten Flatterer (Fledermäuse). Ich unterstütze das Anliegen zu 100% und bitte alle, ein JA in die Urne zu legen – für uns und unsere Lebensgrundlage, für die Biodiversität und die Gesundheit!

Folgend finden Sie allerlei Unterlagen zur Initiative:
Abstimmungs-Flyer
Plakat Schloss Herblingen / Plakat Rebberg Hallau
Initiativtext und Argumente
Hintergrundinfos (zwar etwas älter, aber nicht weniger aktuell!)
Die Frage der Sicherheit…?
Flyer von DarkSky Switzerland

Link auf die offizielle Website der Abstimmung (GRÜNE SH)

Doppelleuchte (Strahler), welche sehr hell ist. Viele Insekten werden angezogen; ein trauriges Bild
Massenhaft werden Insekten angezogen, das darf nicht sein. – Wir vernichten in der Schweiz in einer Sommernacht bis zu 10 Mio (!) Insekten an Aussenbeleuchtungen.

Endlich! Die Website ist offiziell aufgeschalten!

Es freut mich, dass ich nun, mit über einem Jahr Verzögerung, die Website aufschalten kann. Das heisst, die Hauptseite erscheint nun definitiv als Startseite von ceBilArt.

Um dies zu feiern, lassen wir doch am besten die Fledermäuse sprechen; dies mit einem Bild von Seraphine anlässlich einer Exkursion auf dem Rhein.

Gemaltes Bild von Seraphine, Exkursion auf dem Rhein, Nordfledermäuse jagen über dem Wasser
Seraphine (1. Klasse): Mit dem Boot auf dem Rhein, Wasserfledermäuse jagen über dem Wasser!

Leider fehlen noch die Inhalte der Register “Eindrücke” und “Weitere Infos”. Dies braucht noch etwas Zeit…
Diese Inhalte werden in den nächsten Monaten schrittweise dazukommen.

Ich freue mich, Sie auf meiner Website begrüssen zu dürfen!
Christian Ehrat, ceBilArt

Und noch etwas Neues auf der Website!

Ab sofort ist eine Spendenseite online. Ich wurde mehrfach angefragt, ob man mir auch direkt Geld geben könnte für meine Projekte. Das darf man…

Ich möchte hier aber nicht “betteln”, sondern mit den Kontoangaben die Möglichkeit bieten, wenn es jemand nicht lassen kann… 🥴

Der blaue Link ist im Seitenmenü oder kann auch hier angeklickt werden.

Auf alle Fälle: DANKE SEHR!

Ach, und übrigens, ich habe für die Spendenseite extra noch eine kleine Fotosession gemacht mit einem kleinen Flatterer! 😁

Tasse als Kässeli mit Geldnötli und Plüschfledermaus drin

Und schon wieder vorbei…

So schnell geht’s und die Saison ist (voraussichtlich) schon wieder vorbei.
Es waren spannende Anlässe mit einigen interessierten Personen.

Die Saison 2021 kommt bald und so Corona will, dürfen wir uns dann wieder über viele Anlässe freuen.

Doch im Winterhalbjahr steht die Bildung und der Artenschutz nicht still. Neues entsteht, die Arbeit geht weiter… – Und gerne nehme ich auch im Winterhalbjahr Ihre Anfragen entgegen!

Ein Grosses Mausohr hängt noch im Estrich, Oktober 2020
Ein Grosses Mausohr hängt noch im Estrich, Okt. 2020 / Hat es den Abflug ins Winterquartier verpasst? Oder gefällt es ihm einfach so in diesem Estrich? Wer weiss…

Achtung: Lichtverschmutzung!

Auch in unserem mehrheitlich ländlichen Kanton nimmt die Lichtverschmutzung mehr und mehr zu! – Deren Folgen werden immer deutlicher erkennbar: Massives Insektensterben durch Lichtlockung, Stress, Erschöpfung und Orientierungslosigkeit bei den Vögeln durch Lichtabstrahlung, Verhaltensveränderung bei Fischen, Amphibien, wirbellosen Tieren und sogar bei Pflanzen durch die Aufhellung der Nacht, Zerstörung des nächtlichen Ökosystems durch die Zunahme der Lichtmenge, Schlafstörungen bei uns Menschen durch Lichtimmissionen. Wir sehen kaum noch Sterne aufgrund der massiven Lichtaufhellung des nächtlichen Himmels.

So beginnt der Text zur Lichtverschmutzungsinitiative der GRÜNEN Schaffhausen. Die Unterschriftensammlung hat im September 2019 begonnen. Ab Februar 2020 wurden die Unterschriften durch die Gemeinden beglaubigt. Jedoch musste aufgrund von Corona die Einreichung verschoben werden. Jetzt endlich:

Am 17. Juni 2020 konnten wir dem Regierungsrat des Kantons Schaffhausen genau 1279 gültige Unterschriften übergeben. Die Unterschriften stammen aus 25 Schaffhauser Gemeinden (von total 26 Gemeinden) und somit aus allen Bezirken des Kantons. Die Stadt Schaffhausen trägt erwartungsgemäss mit 776 gültigen Unterschriften den markantesten Anteil bei. Von den 1359 gesammelten Unterschriften waren gerade mal 80 ungültig, was einem Anteil von weniger als 6% entspricht. Ganz herzlichen Dank allen Sammler*innen!

Weitere Informationen zur Lichtverschmutzung und zur Initiative finden Sie in den folgenden Dokumenten:

– Unterschriftenbogen Initiative “Mehr Raum für die Nacht” (Achtung: Die Sammlung ist abgeschlossen! Dokument nur im informativen Sinne gedacht.)
– Hintergrundinformationen zur kantonalen Lichtverschmutzungsinitiative
– Medieninformation (Präsentation vom September 2019)
– Flyer Dark Sky Switzerland

Nach Ladenschluss wird der ganze Parkplatz eines Einkaufszentrums voll ausgeleuchtet!
Leerer Parkplatz taghell beleuchtet; das wollen wir nicht!
In einem Park erleuchten Bodenstrahler mitten in der Nacht Bäume und den Himmel!
Grünstrukturen ausgeleuchtet und sogar von unten nach oben; das wollen wir nicht!
Durch Kugellampen markant ausgeleuchtete Hausfassade!
Dauerdekobeleuchtung mitten in der Nacht; das wollen wir nicht!